Traurigkeiten

„Warum bist du so traurig, Mama?“

Das Kind ist zehn und macht Riesensprünge ins Erwachsenenleben.

„Ich bin traurig, mein Kind“, erkläre ich möglichst sachlich, „weil der Herr M. bekommt ein Baby und das ist krank und wird vermutlich nach der Geburt nur wenige Tage leben.“

„Das ist wirklich traurig, Mama“, sagt der große Riesensohn.

„Das ist unglaublich sehr traurig“, sage ich.

Sein Gesicht ist groß und ernst: „Dann müssen die sich besonders gut um das Bay kümmern, weil die dann ja nicht so viel Zeit zusammen haben.“

Wie ich dieses Kind liebe.

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5 Antworten zu “Traurigkeiten

  1. Alles Gute für die kurze Zeit mit dem Baby
    Es ist so traurig, so unvorstellbar, dass es immerwieder so kurze Begegnungen mit dem so lang ersehnten Kind gibt.
    Mein Enkerl war auch ganz schnell ein Sternchen und ich bin heute noch froh, dass meine Tochter sich die Abtreibung nicht hat einreden lassen. Und … glaub mir, es war fast niemand mehr „nett“ zu ihr als werdende Mama. Sie war damals erst ein bisserl über 20 Jahre alt.
    Dein Sohn ist so toll!
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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