7 Punkte, die mein Lehrerinnendasein ganz gut beschreiben.

  1. Der Schulbusfahrer hat heute dafür gesorgt, dass ich doch noch Strom im Klassenraum hatte. Wie gut, dass die Kabeltrommeln noch im Flur standen.
  2. Der Bauleiter ist grundsätzlich zuversichtlich, dass wir vor Einbruch des Winters noch elektrischen Strom im Klassenraum haben. Notfalls nutzen wir halt
    Taschenlampen.
  3. Die Mathelehrerin hat mir gezeigt, wie man die Wasserpumpe anschließt, damit die Schüler in der Pause auf’s Klo gehen können. Man darf aber nicht vergessen, sie nach der Pause wieder auszuschalten.
  4. Inzwischen denken die Schüler meistens von selbst daran, ihre Schuhe abzuklopfen, wenn sie von der Baustelle Pause reinkommen.
  5. Mein Skelett habe ich in dem toten Winkel neben dem Papierschneider deponiert, um den Gemeinschaftstisch nicht zu überfrachten.
  6. Laminat wellt sich, wenn man es nicht anklebt.
  7. Das neue Schulgebäude soll im August 2021 fertig sein.
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2 Antworten zu “7 Punkte, die mein Lehrerinnendasein ganz gut beschreiben.

  1. Mein tiefstes Mitgefühl! (Unbekannterweise, aber ernsthaft wirklich mitfühlend!) Wir sind in der Schule nun in das dritt e Baustellenjahr gestartet. Alle Lehrer und auch die Kinder können gefühlt schon sie Geräusche aller Baumaschinen perfekt nachmachen. In den Sommerferien hatte ich schon regelrechte Sehnsucht nach dem Geräusch des Presslufthammers, der die Wände abreißt… Mittlerweile kann ich alle möglichen Verschmutzungen (Baustellenstaub aus Wänden, Baustellenstaub aus Böden, Wasserflecken aus Rohrbruchwasser usw.) aus meinen geliebten Kleidern entfernen. Auch meinen Klassenraum putze ich mittlerweile routiniert selbst, um nicht wegen all des Baustellenstaubs nur noch zu husten und zu niesen. Strom wird einfach überbewertet. Wenn die Heizung im Winter ausfällt, gibt es frei. Das ist ganz fein… (Letztes Jahr aber leider nur an drei Tagen). Das die Decken ständig auf sind und da Kabel und Leitungen raushänge… ach unsere Schüler (5. bis 10. Klasse) sind sicher so vernünftig, dass da nichts passiert. Was man vom Lehrpersonal nicht behaupten kann. Da versucht eine Kollegin nur das alte Fenster zu öffnen, damit nicht alle im Raum ersticken und schon fällt ihr eine Latte aus der Decke auf den Kopf. Was das ständige umziehen von Räumen von Bauabschnitt zu Bauabschnitt angeht, ein Umzug meines gesamten Hausstandes schockt mich gar nicht mehr. Das geht doch ganz entspannt. Ja, Baustellen in Schulen bei laufendem Betrieb sind toll! Schade, dass schon in 2,5 Jahren der ganze Spaß vorbei sein soll…

    • Ich stelle mir dann Konferenzen und Ratssitzungen unter denselben Bedingungen vor – das würde jeder als Zumutung empfinden. Ich empfinde tiefes Mitgefühl. Mit den besten Grüßen! Mara

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