Morgens früh um 5 Uhr 30: „Mama, ich freu mich, wenn ich tot bin!“

Es ist 5 Uhr 30 und ich sitze senkrecht im Bett.

Diesmal ist es Maxe, der mich in eine frühmorgendliche Diskussion verwickelt:

„Maxe? Wieso freust du dich, wenn du tot bist?“

„Weil dann bin ich ja bei Gott“, fährt Maxe in freundlichem Plauderton fort.

„Und wenn wir alle tot sind, sehen wir uns alle wieder!“

Maxe ist ein Familienmensch. Der freut sich auch auf das Altersheim:

„Mama, wenn du alt bist, bist du im Altersheim und wenn ich alt bin, dann wohnen wir beide da und dann können wir zusammen Mittag essen!“ Bei Maxe klingt alles so einfach.

Heute ist er aber noch nicht fertig.

„Erst stirbt Papa, dann stirbst du, dann Melek, dann ich und dann Sohni! Das ist doch s’ön, Mama, stimmt doch!“

Und ich beschließe, erst mal einen Kaffee zu trinken. Alles weitere später.

Advertisements

12 Antworten zu “Morgens früh um 5 Uhr 30: „Mama, ich freu mich, wenn ich tot bin!“

      • ich musste eben im Halbschlaf noch erklären, warum sich Zwillinge nicht gegenseitig heiraten dürfen. Bin nicht sicher, ob meine Erklärung mit den in die Körperzellen hineingeschriebenen Informationen kindgerecht war

      • Na, auf die Erklärung bin ich mal gespannt … Hier ist eher die Anfrage, Mama zu heiraten. Aber die ist ja schon …

  1. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Als meine Tochter sieben war, bekam ich ein iPod zum Geburtstag und meine Tochter fragte mich: „Mama, wenn du tot bist, bekomme ich dann deinen iPod“? 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s