Wer entdeckt die peinlichen Sekunden?

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Foto oben: Derzeit terminlos glücklich.

Mein Beitrag zur Blogparade on the rocks: Mommy wars.

Zugegeben, es gibt keinen Krieg, aber wer genau hinhört, entdeckt die unangenehmen, vielleicht sogar peinlichen zwei Sekunden, die in folgendem kurzen Gespräch versteckt sind:

Am Telefon

„Hallo, hier ist die Wilhelmine, mein Kind will gerne mit deinem spielen, da dachte ich, wir machen mal einen Termin.“

„Prima, mein Kind will auch sehr gerne.“

„Wann passt es euch denn?“

„Och, schlag du was vor.“

„Tja, jetzt hat ja die Schule wieder angefangen, da geht es ja wieder los mit Schwimmen, Tennis und Musikschule, du kennst das ja. Wann habt ihr denn so Termine?“

„Also derzeit haben wir keine festen Termine. Kind kann an jedem Tag kommen.“

“ … ??? Äh, warte mal, da muss ich mal blättern, montags ginge, hmhm“ – *raschelblätter* – „Wie wäre es mit dem 29. September?“

„29. September? Gut, ist notiert.“

Und was habe ich jetzt davon? „Mama? Wann kann ich zu Fabius? Mama? Wie oft noch schlafen, bis ich zu Fabius kann? Wieviele Wochen sind das noch? Mama, warum denn noch so lange? Mama, und morgen?? Wie viele Tage sind es ab morgen?“

 

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21 Antworten zu “Wer entdeckt die peinlichen Sekunden?

  1. ohhhje. Ich finde da von deiner Seite aus nix peinlich. Komm zu uns, wir sind auch eher von der unverplanten Sorte 🙂

  2. Wo soll das nur hinführen, wenn die Kiddies schon jetzt sooooo verplant sind??…da fass ich mir doch an den Kopp! Auweia! Schade eigentlich nur für deinen Sohn und Kumpel!

  3. Welten treffen aufeinander! Also uns ist spontan auch viel lieber. Ein Spieletreffen für in über drei Wochen, pass bloß auf, dass ihr es nicht vergesst. Das Problem hätte ich, denn mein Sohni hat noch keinen Terminkalender und verabredet sich bei solchen Gelegenheiten gern doppelt;-)
    Schön, dass Du bei Mommy Wars mitgemacht hast<3

  4. Du hast ja so Recht! Ein Paradebeispiel für unterschiedliche Weltanschauungen bei den Mommy wars 🙂 hab sehr gelacht, danke dafür ❤

    • In diesem Falle sind wirklich Extreme aufeinander geprallt. Nach solchen Gesprächen versuche ich mir immer zu sagen, dass wir nichts verpassen. Zu den regelmäßigen Terminen kommen ja auch noch Einladungen zu Geburtstagen und Unternehmungen mit der Familie, Wir sind zum Beispiel alles große Wasserratten und verbringen gerne – spontan – den Nachmittag im Familienbad.

  5. Also jetzt muss ich aber auch mal was dazu sagen. Klaro ist das extrem. Aber bei uns geht es jetzt auch los.

    Di. geht die Große ins Schwimmen, da sie dies gerne lernen möchte
    Mi. geht die Große zum Turnen, da hat sie viel Spaß dran
    Do. geht der Kleine zum Turnen, der mag auch was machen

    Leider gibt es bei uns kein Turnen, zu dem Beide gehen können wg. Altersabstand. Wir wohnen auf dem platten Land, da gibt es nicht so viele Möglichkeiten.

    Also haben meine Kinder nur Mo. und Fr. Zeit sich zu verabreden. Bich ich jetzt ne schlechte Mutti?

    • Eben. Der Witz in dem Dialog lag im Aufeinanderprallen der Extreme. Ich würde auch nicht sagen, dass Wilhelmine eine schlechte Mutter ist. Es war eben nur … extrem. Wenn eins meiner Kinder den Wunsch nach einem Hobby äußerte, würde ich das auch arrangieren. Zwilling 1 beispielsweise geht zum Turnen, Zwilling 2 zur Musikschule, und einmal pro Woche sind wir bei der Logopädie. Allerdings liegen diese Dinge innerhalb der Kita-Zeit. Turnen und Musik finden sogar im Kindergarten statt. Sind deine Kinder denn in der Ganztagsbetreuung? Das kommt bei meinen noch dazu.
      Nicht aufregen, einfach die Situationskomik lustig finden.

  6. Pingback: Die anderen Zwillingseltern im September » zwillingswelten - doppelgemoppelt·

  7. Also ich habe auch keine festen Termine… 😉 Fußball ist bei uns nun leider raus und da mein Kind in großen Gruppen sich so gar nicht wohlfühlt, sind Spieldates das Beste!! Aber leider haben alle anderen schon immer ganz viele Termine. Schlechte Mütter finde ich, sind weder die einen noch die anderen, oft sind es ja auch die Kids selbst, die gerne vieles machen. Aber ich fand das Telefonat lustig, ich glaube, ich wäre danach auch erst mal fassungslos gewesen 😉 Das sind ja beinah schon Vorlaufzeiten wie beim Arzt, hihi.

  8. Terminprobleme sind aber nicht nur Kindern vorbehalten. Ich erinnere mich an frühere Versuche, einen „Büroabend“ zu organisieren. Aber für sechs Leute einen gemeinsamen Termin zu finden, ist schier unmöglich. R. spielt montags Billard und donnerstags Schach. S. hat dienstags Chor. B. ist mittwochs beim Sport. Spontan geht eh nicht, weil F. mit ihrem Mann abklären muß, ob er bei den Kindern bleiben kann. Z. kann eigentlich immer, aber ausgerechnet an dem Tag hat eine Freundin Geburtstag. Freitags ist eh blöd, und am Wochenende wollten die auswärts Wohnenden dann nicht schon wieder nach Köln fahren.
    .
    Wir haben nie alle zusammen an einen Restauranttisch bekommen.

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