Als ich einen Emma bekam.

Die liebenswürdige Wundermama Emma hat mir einen Award verliehen. Ich bedanke mich herzlich!

Merci, Madame Emma! ❤

Und nun einige knallharte, schockierende Fakten aus dem Leben von Frau Solanum oder: Die neugierigen Fragen einer Wundermama …

Emma: Warum bloggst du?

Mara: Man will den Kindern ja was bieten. Nicht nur ein Tagebuch ihrer Kindheit und eine durch selbsttherapeutisches Schreiben eisenhart gestählte Mutter, sondern auch saubere Wäsche, Bastelsteine und Spiele. Die letzten drei genannten Dinge sind Folgen von freundlicherweise zugesandten Produkte.

P.S. Sollte eine hier mitlesende PR-Firma zufällig gerade eine Testfamilie für eine Putzfee/Haushälterin/einen Babysitter-Roboter suchen, bitte kontaktieren Sie mich per Email! P.P.S. Nehme auch Saugroboter an!

Emma: Welches Ereignis in deinem Leben würdest du als das Prägendste bezeichnen und warum?

Mara: Es gibt ca. 100.000 Menschen, die mich beeindruckend geprägt haben.

Mutterrollentechnisch spielte sicher die Freundschaft mit unserer Nachbarin die größte Rolle. Sie zog ins Nachbarhaus, als ich etwa 12 Jahre alt war. Sie engagierte mich sofort als Babysitter, traute mir zu, mit ihren zwei Kindern alleine zu bleiben, diskutierte viel mit mir und war mein Vorbild in punkto Ehe, Authentizität und Mutterbild. Nach den Jahren mit ihren Kindern verpufften fast alle Illusionen über Familienleben und ich bin einigermaßen realistisch an die Sache herangegangen. Bis auf die Babyzeit.

Emma: Was ist dein größter Herzenswunsch?

Jetzt wird es dramatisch.

Ich wünschte mir, dass kein Kind mehr sterben muss, weil die Mutter sich nicht imstande sieht, ein Kind aufzuziehen.

Ich wünschte mir, dass Schwangerschaften wieder Zeiten guter Hoffnung sind und keine Qualitätsprüfung mit möglicherweise tödlichem Ausgang.

Ich wünschte mir, dass Kinder geliebt werden, weil sie (eigene) Kinder sind und nicht, weil sie nicht behindert sind. Eine liebe Bekannte hat vor einigen Wochen ihr Mädchen mit Down-Syndrom zur Welt gebracht. Ein liebenswertes Kind, und eine liebenswerte Familie. Es war eine Entscheidung gegen den Tod.

Emma: Wie sieht ein normaler Sonntag in deinem Leben aus?

Ich sage mal so: Montag ist mein wahrer Sonntag, und überhaupt sollte so ein Müttermontag schon längst gesetzlich verankert sein.

Emma: Wenn du jemandem einen Wunsch erfüllen könntest, wer wäre das und warum?

Ich würde den Ehemann von *LiebsteBekannte* heilen. ❤

Emma: Verrate uns ein Geheimnis!

Mara: Ich kaufe mir ungefähr dreimal im Jahr die „Neue Post“, um mich zu informieren, was bei Königs so abgeht. Daran, und auch an meinem einmal jährlich auftretenden Bedürfnis, ein Ohnesorg-Theaterstück zu sehen, ist die Sozialisation durch meine Oma schuld (s. auch Frage 2.). Das S.M-St.u.dio im Keller, meine Vergangenheit als Schokoholic und meine ausgeprägte Menschenscheu gehen niemanden etwas an.

Emma: Du möchtest die Welt verändern! Was und warum? Oder: Warum nicht?

Mara: s. auch Punkt 3. Die Kinderbetreuung und -versorgung sollte so aufgebaut sein, dass jede Frau ihr Kind auch allein erziehen kann – und zwar in Würde und ohne (Alters-)Armutsrisiko und völlig Wurscht, in welcher Lebensphase sie sich befindet.

Rein sprachlich möchte ich, dass Fragen wie „Was wird es denn?“, „Wir werden Eltern!“ oder „Wie alt ist es denn?“ zukünftig umformuliert werden in: „Was ist es denn?“, „Wir haben ein Baby in der Pipeline!“ oder „Vor wie vielen Wochen wurde es denn geboren?“

Sprache prägt Alltag, Kultur und Werte.

Emma: Welche Themen liest du am liebsten auf Blogs?

Mara: Die Themen sind sekundär; es ist der Mensch, der hinter dem Blog steckt. Den muss ich gut leiden können. Dass viele Mama-Blogs unter meinen Lieblingen weilen, liegt ja irgendwie in der Natur der Sache.

Emma: Wann hast du zum letzten Mal Tränen gelacht und worüber?

Mara: Mit dem Ehemann verbindet mich eigentlich nur unsere sehr ähnliche Weltanschauung und unser Humor. Er bringt mich zum Lachen, und er liebt es, dass ich seinen Witz liebe. Gebt uns eine Stunde und meine Glückshormone kommen in Wallung! Auch mit Tränen!

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich das letzte Mal diebisch gefreut habe, als das Kind einer Bekannten sich anlässlich eines gesellschaftlichen Anlasses, äh, nicht ganz regelkonform verhalten hat. Natürlich nur, weil die Bekannte vorher mein Kind als bedenklich eingestuft hatte, weil es sich auch nicht ganz regelkonform verhalten hat. Mütter! Lasst uns bitte zusammen halten! Unserer aller Kinder machen von Zeit zu Zeit Dinge, die nicht ganz, äh, regelkonform sind. Das hat vielleicht etwas mit Erziehung zu tun, aber ganz sicher was mit Genen und Menschsein.

Emma: Teilst du alle Aspekte deines Lebens im Internet? Warum/ Warum nicht?

Mara: Ich schreibe vieles, was auch sehr persönlich ist. Meiner Erfahrung nach sind dies überwiegend Dinge, die sich so oder so ähnlich in allen Familien abspielen. Ich würde niemals ein Zeugnis oder irgendeine Form von Bewertung meiner Kinder öffentlich machen. Vielleicht, weil mir ganz andere Wert wichtig sind.

Über Menschen, mit denen ich Streit habe oder die mich wirklich auf die Palme bringen, versuche ich möglichst wenig zu schreiben. Ich würde auch nicht wollen, dass jemand schlecht über mich schreibt. Wenn ich das tue, dann verändere ich einige Details, damit niemand die Person erkennt. Außer Tine. Die erkennt sie immer.

Emma: Welches Thema ist gerade in deinem Leben sehr präsent, was beschäftigt dich gerade? (Umzug, Liebe, Freundschaft, Job…?)

Mara: Durch Konzentration auf meine Kernkompetenzen und fundierte Fusionierung meiner liebsten Leidenschaften erhoffe ich mir super Synergieeffekte. Oder anders ausgedrückt: Ich will das machen, wofür mein Herz brennt. Lasse mich aber häufig und immer noch zu schnell von anderen Dingen ablenken.

Ende der Neugierfragen 😉 .

Jetzt darf ich mir auch elf Fragen ausdenken und ich habe auch schon einige arme Opfer im Blick … Seid gespannt!

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6 Antworten zu “Als ich einen Emma bekam.

  1. Schöne Fragen und noch schönere Antworten. Die Herzenswünsche finde ich toll, da wird es doch gleich wieder etwas feucht um die Augen. hach, diese Mamahormone… 🙂

    • Ich poste bei Gelegenheit ein Foto. Oder ist es etwa nicht sm, wenn man beim Fußballkicker Gefahr läuft
      A zu ertrinken (Keller undicht),
      B sich den Kopf an einem Haken aufzureißen (ich weiß auch nicht, wer die da angebracht hat) oder
      C sich dem Risiko aussetzen muss, von Pappkartons begraben zu werden?

      P.S. Ohnesorg wusstest du schon?

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