Ich war die beste Einkindmutter der Welt. Oder: Was Einkind- und Dreikindmütter unterscheidet.

Ich war die beste Einkindmutter der Welt.

Ich las „Das kompetente Kind“, kniete mich in die Entwicklungspsychologie und baute Experimente der Verhaltensforscher nach.

Das Kind wurde vorbildlich (Körperkontakt!) im Tuch getragen, schlief sicher im Schlafsack und ohne Kuscheltiere, hatte keinen Schnuller und wurde ausgiebig gestillt.

Außerdem war ich eine unkomplizierte Mutter. Ich stillte überall, wo wir gerade waren, machte Wanderungen, traf mich mit Freundinnen und erledigte die Hausarbeit mit Kind auf dem Rücken abends, wenn es sowieso unruhig war und getragen werden wollte.

Dann bekam ich Zwillinge.

Mini-Frühchen-Schnullis waren das einzige, was ich ihnen geben konnte, um sie zu beruhigen. Die Muttermilch bekamen sie mit einer Spritze über die Nasensonde.

Bonding? Ha. Ich war froh, wenn ich jedes Kind einmal am Tag auf meiner Brust DSCF6333
spüren konnte, und selbst das schaffte ich kaum. Nach der OP war mein Kreislauf ganz, ganz unten.

An Stillen war in den ersten Wochen gar nicht zu denken, von Intimsphäre im Krankenhaus mal ganz zu schweigen, und später wollte die beiden nicht mehr. Also stillte ich schweren Herzens ab.

 

DSCF7114Wenn bei Sohni etwas nicht in Ordnung ist, dann heule ich immer noch. Zum Beispiel, als der Kindergarten die Zwillinge in getrennte Gruppen steckte. Zu tief stecken die Bilder von einem blassen, machmal bläulichen Sohni in meinem Kopf, und ich spüre noch seine Schädelknochen unter meinen Fingern, die aufgrund seiner Frühgeburt noch nicht zusammengewachsen waren und sich daher ständig verschoben.

 

 

 

 

.

Außerdem hatte ich noch einen kleinen JungenDSCF6331 zu Hause, der die Aufregung um die kleinen Brüder im Krankenhaus nicht verstand. Als er sie das erste Mal sah, erlitt er einen Schock und verbrachte einige Stunden stumm bei mir im Krankenhausbett. Es waren wohl doch zu viele Kabel, zu viele Piepser und Lichter auf der Intensivstation.

Einmal rief ich den Krankenwagen, weil ich das Gesicht meines großen Sohnes nur noch zu Hälfte sah. Ich dachte, es wäre irgendwie ungewöhnlich, nur noch ein Auge zu sehen. Der Verdacht auf Schlaganfall erhärtete sich Gott sei Dank nicht. Statt dessen fragte der Arzt, ob mit meinem Mann alles in Ordnung sei. Er vermutete wohl häusliche Gewalt, aber ich war wohl einfach überfordert.

Jetzt, einige Jahre später schiebe ich einen großen Fehler der damaligen Zeit meinem Schlafmangel, meiner Überforderung und der umkommunikativen Übergabe einer Spritze zu, die das Eisen der nächsten Wochen enthielt.

Ich gab Maxe das Eisen in einer einzigen Dosis, weil ich dachte, dass die Spritze Tee mit der Tagesportion Eisen enthielt.

Ich schämte mich wochenlang und die Ärztin und die Schwestern behandelten mich mit harter Höflichkeit. Es war furchtbar, und Maxe musste zwei Nächte länger im Krankenhaus bleiben und litt unter schrecklichen Bauchkrämpfen.

Der Tag, an dem ich nach einem Antidepressivum verlangte.

P1010341

Schließlich, im Februar, die Zwillinge waren seit acht Monaten auf der Welt und seit sechs Monaten zu Hause, fragte mich der Psychiater, ob ich noch an irgendetwas Freude hätte.

Ich dachte an Sohnes süßes Gesicht, an meine Babies – und schüttelte den Kopf.

Da war nichts mehr. Ich ging kaum aus dem Haus, stand neben mir, versorgte die Kinder mechanisch und war Gott dankbar, dass er manchmal eine Freundin vorbeischickte.

Außerdem kam ein Umzug hinzu, denn seitdem wir das erste Kind bekommen hatten, ging die höfliche Beziehung zur Vermieterin den Bach runter.

„Na, dann herzlichen Glückwunsch“, zischte sie, als sie von den Zwillingen in meinem Bauch erfuhr, „und übrigens möchte ich, dass Sie ausziehen.“

Mit Dreien ist es wirklich anders

ich will hier niemanden beleidigen, Ich kenne auch Einkindmütter, die wahnsinnig pragmatisch sind und Vierkindmütter, die entspannt sind wie ein Panda im Bambuswald.

Aber ich kenne auch die (meistens Einkind-)Mamas, bei denen augenscheinlich alles perfekt läuft, das Kind vor jedem Schlimm bewahrt wird, Mütter, die nur Markenklamotten kaufen und sich über  Erzieherinnen ärgern, wenn diese nicht genügend achtgeben, dass die Kinder – und die Kleidung – nicht schmutzig werden.

Vor einigen Wochen waren der beste Ehemann von allen und ich unterwegs, mit einem Kind. Meine Güte, war das entspannend.

„So fühlt sich das also an“, sagte ich zum Mannen, „wie gemütlich ist das denn?“

Und da schlich sich der Gedanke ein, dass manche Bekannte und Eltern mich vielleicht gar nicht verstehen können.

Sie können vielleicht gar nicht nachvollziehen, dass ich abends zu k.o. bin, um zum Vereinstreffen zu gehen – das hat man mir so gesagt -, dass ich froh bin, wenn die Kinder überhaupt etwas anhaben, wenn sie in den Kindergarten gehen, egal ob die Hose nun Löcher hat oder das T-Shirt zu kurz ist, dass der Hof tage- oder wochenlang aussieht wie nach einem Tsunami, weil ich keine Kraft habe, um aufzuräumen oder gar die Brut zum selbigen zu zwingen.

Einem Einkind-Papa erklärte ich meine Strategie, immer nur die Ecke aufzuräumen, P1050762die gerade am schlimmsten aussieht. Sonst käme ich ja nie zum Ausruhen. Vermutlich war er gelinde entsetzt, aber mit nur einem Kind, dem nötigen Kleingeld und einer Allround-Putzfrau mit Kochallüren, ist ein Leben mit drei Wildfängen wohl gar nicht nachvollziehbar.

Manchmal schaue ich geradezu gütig auf die lieben, geduldigen Einkindmamas und -papas, die ihr Kinder mit Affengeduld in den Kindergarten bringen, während ich neben ihnen sitze und Kommandos belle, damit die Zwillinge zu Potte kommen, weil ich noch den Großen zur Schule bringen muss.

Gott sei Dank kann ich mit meinen Kindern reden, wenn ich es eilig habe, und meistens bummeln sie dann nicht mehr als üblich.

Und was ist jetzt anders?

Meine Kinder werden nicht (mehr) perfekt erzogen. All die Dinge, die ich gelesen habe, kann ich gar nicht anwenden. Ich komme auch gar nicht zum Lesen. „Forschergeist in Windeln“ liegt ungelesen auf dem Nachttisch, dabei sind die Forscher schon längst ohne Windeln unterwegs. Ich bin auch nicht immer geduldig, höflich und ein Vorbild. Ich bin auch zickig, schlecht gelaunt oder ungerecht.

Ich habe gelernt – und das war anfangs wirklich schwer – mich zuerst um mich selbst zu kümmern: mich hinzulegen, wenn ich müde war, nicht ans Telefon zu gehen, wenn ich Ruhe brauchte, Schwimmen zu gehen, wenn auch mit der Angst im Nacken, dass der Ehemann nicht zurechtkommen wird.

Ich habe gelernt, dass es wertvoll ist, wenn ich mich entschuldigen kann, weil Kinder auf diese Weise lernen, wie man mit Fehlern umgeht. Ich gehe raus mit den Kindern, weil sie draußen besser gelaunt und besser zu ertragen sind. Ich gehe häufig um acht Uhr ins Bett und frühstücke morgens nicht selten mit Krümeln unter den nackten Füßen. Ich passe auf auf mich, damit die Depression kein neues Futter mehr bekommt. Ich lese vor, stundenlang, und wenn ich zu k.o. bin, schauen wir Filme über die Tierwelt Südamerikas oder hören Robbie. Tobbi und das Fliewatüüt und kuscheln, was das Zeugs hält.

Kurzum, wir machen wohl einfach das, was man Leben nennt.

 cropped-p10405381.jpg

Advertisements

61 Antworten zu “Ich war die beste Einkindmutter der Welt. Oder: Was Einkind- und Dreikindmütter unterscheidet.

  1. So ein schöner Blogeintrag. Und das beschreibt es ziemlich gut, warum ich hier seit Ewigkeiten mitlese. Du beschreibst das richtige Leben. Das, was ich kenne. Nicht immer bunt. Dafür aufregend.

    Und für deine Kinder bist du die beste Mutter der Welt.

  2. Aus deinen Zeilen liest man pure Liebe und Erschöpfung zugleich. Oft denke ich an Dich, wenn es morgens regnet und du nicht nur rein theoretisch dein Fahrrad plus Anhänger bemühst. Es ist kein bemitleidendes Denken, im Gegenteil. Sehr straight und tough, wie Du euer buntes Leben organisierst und lebst. Trotz der häufigen Abstinenz deines Mannes bändigst Du deine Jungs. Wir haben nur einen Maxe, der Mann ist ebenso häufig auf Dienstreise. Und ich nöhle zu sehr herum, ich benötigte mehr Unterstützung. Beschweren auf hohem
    Niveau. Danke für den Denkanstoß. Dein Artikel heute macht mich demütiger.

    • Liebe Einkindmama, auch ein einziges Kind kann unglaublich stressen. Wie wäre es mit einem Babysitter, und du kannst einige Stunden Dinge tun, die dir wirklich guttun? Also nicht aufräumen in dieser Zeit! Gutes tun! Nägel lackieren! Shoppen, lesen, eine Freundin treffen, Badewanne, schwimmen, … was auch immer. Oder auch nur auf dem Sofa herumgammeln.
      Ganz liebe Grüße!
      Mara

    • Es war wirklich furchtbar. Erstes Baby war halt ein lautes Baby, ab da waren wir unten durch … Und dann noch zwei dazu, da war sie wohl sehr geschockt.

  3. Ja, ja, ja!!! Das dachte ich mir auch als sich im Kindergarten neulich eine Mutter beschwerte, dass ihr Sohn mit Matsch im Ohr nach Hause kam…!
    Und jetzt mal ehrlich, Du Dreikindmutter, schreibst auch noch so nebenher diesen wunderbaren inspirierenden Blog! Der mir schon so manches mal geholfen hat, mein Leben als Mutter wieder mit etwas mehr Geduld, Gelassenheit und Humor zu sehen! Toll!
    Danke vom einer anderen Dreikindmutter (allerdings 3 Jahre hinterher und mit Mädchen;)

  4. *hug*
    was das für eine Vermieterin ist, möcht ich auch mal wissen.. Ich finde es unglaublich, wie du alles packst. Pass weiter gut auf dich auf 🙂

    • Das ist lieb von dir. Die Vermieterin hatte selbst keine Kinder und war der Ansicht, dass diese keinen Krach machen dürfen. Nehme ich an. Das war jedenfalls ein Wunsch, den wir nicht erfüllen konnten. Babys brüllen. Laut. Einige mehr, andere weniger.

      • *unterschreib*
        Also, meine Miniprinzessin hätte deine EX-vermieterin nicht erleben dürfen. 3-Monatskoliken vom allerfeinsten mit Geschrei in den höchsten und lautesten Tönen (ohne Sch.. durch 2 geschlossene Türen und mindestens 15 m Luftlinie noch deutlich hörbar) und jetzt mit knapp 10 Monaten ist Schlafengehen total doof. Reaktion: siehe oben. Und sie hat Ausdauer, das muss ich ihr lassen 😀
        Dafür war die Große als Baby total unkompliziert und der Miniprinz ist bis auf die Neuro und gelegentliche Eifersuchtsanfälle, weil Mama zu lange mit dem falschen Kind schmust 😉 , auch sehr pflegeleicht 🙂

      • Hihi, da hätte sie direkt einen Nervenzusammenbruch gekriegt!
        Wir hatten auch das Pech, dass die Nachbarn fast zeitgleich ein Mädchen bekamen, das nicht nur blaue Augen und Locken besaß, sondern auch so leise war wie ein besonders pflegeleichtes Meerschweinchen. Und dann unser Sohn: Wääääääääääh! Wääääääääh!
        Ich wünsche euch recht bald bessere Nächte! Und Abende!

  5. …und eine richtig gute Dreikindmama.
    So müsste die Überschrift ergänzt werden!

    Denke ich zumindest. Frühgeburten und Zwillinge SIND einfach anders.
    Gruß von einer Dreikindmama, die Sie sehr gut verstehen kann

    • Letztendlich kam alles anders als gedacht und vorgestellt. Ich dachte, ach, ein Baby schaffe ich noch. Das kommt ins Tuch und alle sind glücklich. Ich musste mich von meinen Idealen verabschieden, und jetzt merke ich, dass diese Ideale eine Menge Kraft gekostet haben. Und auch, dass meine Kinder keine ideale Mutter brauchen. Das wiederum gibt Kraft. 🙂

  6. sehr ergreifend, das Taschentuch in der Hand. Erwarte mein drittes Kind, meine anderen beiden Jungs sind bis zum Geburtstermin 3,5 und 1,5. Tja, ich glaube viel mehr brauch man nicht sagen…. Bin auch immer über jede entspannte Mutter mit einem Kind erstaunt und wünschte in machen Situationen auch so zu sein.

    • Ach, die nehmen auch alle nur Baldrian.
      Und jetzt, mit deiner reichhaltigen Babyerfahrung, kannst du ja vielleicht das eine oder andere Gleis so legen, dass es erst gar nicht zu so einem gewaltigen Stress kommt.
      Jetzt, wo unsere Jungs vier bzw. sieben sind, ernten wir die Früchte: Sie lieben sich, passen aufeinander auf, streiten sich und haben auf jeden Fall immer jemanden zum Spielen. Diese geschwisterliche Interaktion – durch nichts zu ersetzen. Ich drücke dir die Daumen!

  7. Hui. Ich wollte früher immer 3 Kinder. Und total gerne auch Zwillinge. Dann bekam ich den Sohn, jetzt 9 Monate. Theoretisch will ich immer noch 3 Kinder, aber mit den Zwillingen bin ich vorsichtiger geworden, denn er allein war und ist so agil, laut, fordernd und hangelt sich seit Geburt nur durch Koliken, Zähne und Schübe, dass ich nicht weiß, wie ich dazu Zwillinge überhaupt betreuen könnte. Zwar arbeitet mein Partner viel von Zuhause und nimmt mir viel ab, aber trotzdem bin ich schon überfordert. Da kann ich nur bewundernd den Hut ziehen vor Dir und dem, was Du täglich leistest. Der Wahnsinn. Wünsche Dir viele Jahre weiteren Durchhaltevermögens! Du machst das super.

    • Wenn ich mich im Nachhinein durch die Zeiten lese, dann staune ich, welche Frau das wohl geschrieben hat. Beim ersten Baby war ich auch schon ziemlich durch, Melek war sehr lebhaft, hat wenig geschlafen und hatte ein lautes Organ. Aber er war so süß, dass ich unbedingt noch ein bis vier Kinder wollte. 😉

      • Ja, das geht mir genauso 😀 nur nicht sofort gleich jetzt… Das schaff ich nicht 😉

  8. Wundervoller Artikel! Wir bekommen im Januar ein Geschweisterchen dazu und ich bin jetzt schon am Überlegen wie das werden soll! Aber wenn ich Deinen Artikel lese, schöpfe ich doch Zuversicht 🙂 Hut ab vor all dem Trubel und Deiner neu gewonnenen Engergie!

    • Kinderhaben ist das spannendste Abenteuer, was ich mir vorstellen kann! Hut ab vor deinem Mut! Und eventuell kannst du dir jetzt schon einige Entlastungsinseln vor-denken, damit du und ihr als Paar euch nicht verliert.
      Ich drücke alle Daumen für die Schwangerschaft! Und die nächsten 18 Jahre 😉 !

  9. Den ganzen Tag genervt von der großen, kleinen (2,5) Tochter und den 9 Monat alten Zwillingen bin ich beim Cafe trinken auf deinen Blog gestoßen! Und jetzt sitzt ich hier – grinse und genieße mein Leben! Rundherum Geschrei und Chaos – ja so ist auch mein Leben!

  10. Hier auch eine Frühchen-Zwillingsmama. Meine Mädels sind 9 Monate alt. Ich lese Dich so gerne. Du beschreibst einfach, wie es wirklich ist. Und… wow, du schreibst das alles mit wunderbaren, treffenden und ehrlichen Worten „nebenher“ – Respekt. Du Löwen-Mama!

  11. Schön und berührend! Danke für deine Offenheit.
    Werde im Oktober übrigens auch eine Drei-Kind-Mama.
    Vorfreude und Panik wechseln sich ab… 🙂

    • Na, du bist doch schon Dreikindmutter! Willkommen im Club! Kinder zu haben, ist das beste, was mir passieren konnte! Ich hoffe, dass es bei dir auch so ist. Ganz liebe Grüße, auch an Bauchkind!
      Mara

  12. Der Text geht mir unter die Haut und nötigt mir Respekt ab!

    Viele Gedanken gehen mir jetzt durch den Kopf. Ich versuche mich aber an dieser Stelle kurz zu fassen. Hut ab vor allen, die sich dem Abenteuer Familie stellen, es irgendwie bewältigen und nicht in der Flut der Ratschläge und Idealvorstellungen untergehen.

    Noch eine Anekdote aus unserer Familie: In einem Ratgeber, den wir während der ersten Schwangerschaft lasen steht sinngemäß der Satz, dass „Kinder nicht schreien, meckern usw. wenn sie von der allzeitigen heiteren Gelassenheit der Mutter angesteckt werden. Der Begriff der „heiteren Gelassenheit“ wurde bei uns zum sarkastischen running Gag, der bis heute zu Lachanfällen reizt.

  13. Ich erkenne mich in diesem Text sehr deutlich wieder. Ich behaupte ja mittlerweile, dass Putzen eigentlich nicht so schlimm ist. Viel schlimmer ist das Aufräumen! Ausserdem sieht es morgen wieder genauso aus. Und ich bin zu müde, um Sisyphos zu spielen, darum ist mein Haushalt eine einzige Katastrophe. Ich schlafe regelmäßig mit den Kindern ein, kann nicht Torten backen, ich bügle nicht, meine Kinder ziehen sich selbst an und mein einziger Anspruch ist, dass die Kleidung den Temperaturen angemessen ist.
    ABER es hat auch positive Seiten, eine „Raben- und Mehrfachmutter“ zu haben: Die Kinder sind selbständiger als andere Altersgenossen, sie sind frustrationstoleranter und sie bekommen keine Allergien auf Grund übertriebener Hygiene! 😉
    Und man umgibt sich nur mit echten Freunden: sie rümpfen nicht die Nase, wenn der gesamte Garten mit Kinderspielzeug übersäht ist und eine Sandspur den Weg zur Toilette weist und sie nehmen sogar Kuchen mit, wenn sie zum Kaffee kommen!
    Übrigens ist der Einzelkindsohn einer Bekannten mindestens genauso anstrengend wie alle meine Kinder zusammen, möcht ich erwähnen. Auch solche Einzelkinder gibt es.

  14. Wunderschön geschrieben! Und die Fotos sind toll. Ich bin mir sicher, dass Du für Deine Kinder die allerbeste Mama bist, die es gibt, gerade weil Du bist, wie Du bist. Ich bin auch oft schlecht gelaunt und zickig zu meinem Kind – und ich habe nur das Eine. Stress ist fies, egal wie er entsteht und ich finde es toll, wie gut Du Wege gefunden hast, den Stress zu verringern. Hut ab, ich kann es nur immer wieder sagen. Alles Liebe

  15. Liebe Mara, das ist wirklich ein toller Post! Ich glaube den coolen allzeitsanften Mamis nicht, dass sie immer so sind. Klar wären wir es alle irgendwie gern, perfekt wie im Ratgeber, aber solche Menschen gibt es nicht! Stress ist Stress ist Überforderung ist Generve ist Wut ist Explosion, manchmal. Ach, das blöde Gezicke und Geschimpfe, aber es geht nicht anders. Trotzdem lieben wir sie doch, unsere Kleinen, und das merken sie auch. Tolle Ratschläge hast Du noch dabei, die muss ich mehr beherzigen ;o)
    Liebste Grüße und weiterhin viel Kraft für das Jonglieren Deiner Jungs!
    Birte

    • Ein Artikel mit dem Titel: „Warum perfekt Mütter schädlich sind“ ist in Arbeit.
      P.S. Wenn man nicht (mehr) alles perfekt machen will, macht es wieder Spaß!
      Liebe Grüße,
      Mara

  16. Huhu und WOW!!!
    Ich habe „nur“ Zwillinge und zum Glück keine Frühchen… und dennoch habe ich mich mehr als einmal wieder gefunden! Und ich meine nicht nur die ungelesenen Bücher auf dem Nachttisch!

    Ich bring auch Kuchen mit (aber nur gekauft) bzw. freue mich über jeden der ihn mitbringt 😉

    Du bist eine ganz tolle Mama und eine phantastische Schreiberin!
    Danke für diesen tollen Beitrag!

  17. Hier auch so eine Zwillingsmama. Die große wurde im Mai 2 und die Zwillinge sind Einen Tag vorher 1 geworden. Ich sehe mich zwar eher wie der Panda im Bambus aber auch ich habe Tage die sind am Rande des Wahnsinns. 😉
    Meine Mädels gehören allerdings auch eher zur Fraktion gekleidet statt durchgestylt.

  18. Ich bin hier gerade zufällig gelandet, habe den Beitrag gelesen und fühlte mich sofort vertraut mit Deiner Situation. Ich habe eine vierjährige Tochter und dazu noch zwei 2,5 jährige Zwillingsmädchen. Ich unterschreibe jedes Wort, was Du hier sagst!
    Liebe Grüße
    Alina

  19. Auch von mir als ehemaliger Einkind-Papa (Frühchen) und seit kurzem auch noch Zwillingspapa (noch mehr Frühchen): Ein toller Beitrag!

  20. Du sprichst auch mir aus tiefster Seele! 7 Jahre war ich alleinerziehend mit 1 Tochter und was hab ich gejammert!! Mit meinem jetzigen Mann habe ich noch eine 3 jährige und ein Zwillingspärchen mit 1 Jahr. Haus gebaut, umgezogen, Übertrittstress mit der großen gehabt und jetzt jeden Tag abends komplett am Ende.. würde wahnsinnig gerne bloggen, kann mich aber kaum aufraffen wie schaffst du das ??? Wann machst du das? Du hast es immerhin noch zum Schwimmen geschafft, ich schaff kein Hobby mehr nebenbei..Außer lesen. Danke für diesen ehrlichen Blog! Es ist weiß Gott nicht immer alles easy und man kommt ständig an die Grenzen. Wann wird das wohl leichter? Wenn die Kleinen auch in den Kiga gehen?

    • Bei uns wurde es leichter, als die Zwillinge ein Jahr alt waren – da konnte ich sie mit einem trockenen Brötchen beschäftigen. Außerdem kam dann ein Au pair ins Haus – und ich habe erstmal einfach nur geschlafen, geschlafen, geschlafen … Und seitdem die Kinder nun seit etwa zwei Jahren durchschlafen, sind wir ganz andere Menschen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Freude an deinen tollen Kindern!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s