Sieben Gründe, weshalb ich die Logopädie nicht mag.

1) Die Zwillinge sind jetzt so wortgewaltig, dass sie unendlich miteinander diskutieren können. Miteinander. Und mit mir.

2) Die Logopädinnen trainieren ihnen die süßen Worte ab und bringen ihn bei, statt „Dummidiefel“ und „Dachensacken“ „Gummistiefel“ und „Drachenzacken“ zu sagen.

3) Die Zwillinge bekommen Memorykarten in Kopie. Zu Hause muss ich sie sollen wir sie ausschneiden und auf Tonpapier kleben. Wir haben schon drei Sets, und ich muss Klebe kaufen.

4) Ich habe keine Ahnung, WANN ich das „Rita-Raupe-Memory“ zum Üben des Rs und der Präpositionen spielen soll. „Rita Raupe robbt über das Rad.“ s. auch meinen ersten und letzten Versuch, mit meinen Kindern ein harmloses Gesellschaftsspiel  zu spielen.

5) Der wöchentliche Streit, wer wann den Fahrstuhlknopf wie drücken darf (und die Stockwerktaste und die Praxisklingel), kostet mich Jahre meines Lebens oder zumindest den Rest an natürlichem Farbstoff in meinem Haar.

6) Danach gibt es immer ein Bonbon mit zahnschädlichem Zucker, und ich habe keine Bock auf Zahnarzt.

Punkt 7) fällt weg. Sie haben einen Teil der unbequemen Wartezimmerstühle durch ein gemütliches Sofa ausgetauscht. Yeah! Jetzt kann ich während der Wartezeit ein Nickerchen machen.

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9 Antworten zu “Sieben Gründe, weshalb ich die Logopädie nicht mag.

  1. Ich bin hier zwar als das eher extern orientierte Elternteil bei uns halbwegs raus, aber das klingt in etwa wie das was meine Frau nach der Logopädie auch erzählt. Meine Anteilnahme.

  2. Hallo Mara, ich verfolge deinen Blog nun seit ein paar Wochen und fühle mich bei dir wie zu Hause. Oder besser…du schreibst das Drehbuch zu unserem Leben. Er hat „nichts“ gesagt, war der Knüller. Diese Diskussionen über Essen, Auswahl, Tischdecken etc. ist identisch wie bei uns. „Immer muss ich….!“ Ist der Standartsatz meines 6 jährigen Sohnes. Bei eurem Logopädie Problem habe ich vielleicht einen Tipp von meiner befreundeten Zwillingsmama. Ihre Beiden hatte auch ein großen Sprachproblem/Aussprachproblem. Logopädie hat nicht allzu viel gebracht, da nun endlich rausgefunden wurde (die beiden sind zum jetzigen Zeitpunkt 6 Jahre), dass die übergroßen Polypen das Problem waren. Sie konnten nicht sehr gut hören und deshalb war auch die Aussprache gestört. Letzte Woche wurden sie beide operiert und man hat am nächsten Tag schon fast nichts mehr von den Ausspracheschwierigkeiten gemerkt. Ich war total perplex, als einer von beiden am Telefon mit mir gesprochen hat. Nur so vielleicht als letzten Tipp. Falls du diesen Stohhalm nutzen möchtest, würde ich dir raten, direkt zum Hals-Nasen-Ohrenarzt zu gehen, da dieser die besseren Geräte hat. Der Kinderarzt hatte es bei ihren Zwillingen nämlich leider nicht entdeckt!!! Viel Kraft und Ausdauer wünsche ich dir auch als Dreifachmamma (2,6,9) aber ohne Zwillinge! LG Cordula

    • Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Frauen, die Mütter sind, mehr miteinander gemein haben als zum Beispiel Geschäftsfrau und Geschäftsfrau, Studentin und Studentin, Hausfrau und Hausfrau usw.
      Kein Wunder, gell?
      Die Sache mit den Ohren ist abgeklärt, wir waren auch bei der Pädaudiologie und einem Kinder-HNO-Arzt. Und sie machen große Fortschritte, also: Keine Panik!
      Viele Grüße,
      Mara

  3. In unserem ersten Wohnort wurden fast alle Kinder zur Logpädie geschickt. – Ich musste im Schulflur die kleinen Geschwister ruhig halten und daheim Übungen machen. War echt froh, als es vorbei war. – Im zweiten Wohnort bekamen fast alle Kinder eine Absatzerhöhung …

  4. Warum gehen sie dann überhaupt zur Logopädie, wenn ihre Kinder im normalen Entwicklungsrahmen laufen?
    Lernen Sie auch ein Instrument ohne zu üben? Hut ab.
    Für Therapeuten ist es auch nicht einfach, den Kindern individell etwas anzubieten, das es sie motiviert, einen Entwicklungsrückstand auszugleichen.
    Es steht jedem Elternteil frei, die Entwicklung laufen zu lassen. Die Schule nimmt auf jeden Fall keine Rücksicht auf den individuellen Entwicklungsstand des Kindes.
    Diesen zu erreichen in Zusammenarbeit !!! mit den Eltern ist unsere Aufgabe. Ohne Motivation kein Lernerfolg.
    Der Beruf hat bereits so schwierige Rahmenbedingungen seitens der Kassen, dass Ihre öffentliche Kritik nicht auch noch von Nöten ist.

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