Kennt ihr so Mütter wie Frau H-Punkt?

Die nie etwas vergessen,?

Deren Kind immer makellos sauber ist?

Deren Kind aussieht, als hätte ein ECHTER Friseur sein Haar geschnitten?

Die einen Wagen fahren, der innen SAUBER ist? Sogar dort, wo das Kind sitzt?

Die immer die ersten sind?

Deren Kind nie schuld an irgendetwas ist?

Und die einem mit einem freundlichen Lächeln auch wirklich fiese Dinge sagen?

„Mama!“ sagt der große Riesensohn, „ich habe dem H-Kind gesagt, dass ich einen Euro dafür bekomme, wenn ich ein Zimmer staubsauge.“

„Ja, und?“ frage ich zurück.

„H-Klein hat das seiner Mama gesagt und nun darf er auch staubsaugen.“

„Ist doch prima.“

„Mama, H-Klein bekommt zwei Euro für jedes Zimmer!“

„Pah, wer weiß, ob das stimmt“, brumme ich unwirsch.

„Doch das stimmt bestimmt, weil H-Punkt neben H-Klein stand, als er mir das erzählt hat!“

Na, super. Echt jetzt. Mist.

Zicke.

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10 Antworten zu “Kennt ihr so Mütter wie Frau H-Punkt?

  1. Die Menge des Geldes für’s Staubsaugen bemisst sich nach der Mühe, die es macht. Wer das schon supergut kann, bekommt einen Euro, weil es für ihn nicht so viel Mühe macht, wer das nicht gut kann, für den ist das natürlich superanstrengend und deswegen muss das H-Kind mehr kriegen … (Wird allerdings schwierig, wenn die Zwillinge auf den Trichter kommen, staubsaugen zu wollen. Und hat natürlich auch so ’nen ekligen Wettkampf-Leistungs-Beigeschmack.)

    Wahlweise auch einfach die Wahrheit, oder Teile davon. Dass du es doof findest, dass bei denen immer alles besser und toller zu sein scheint als bei euch (mit pädagogischem Gespräch, wie dass denn für ihn ist, dass das H-Kind immer toller ist als er). Dass du einen Euro vollkommen angemessen findest und deinen Kindern nicht alles in den Arsch schieben willst. Das du ’ne böse und gemeine Mutter bist (mein Standardargument – aber bei seiner Enttäuschung wahrscheinlich nicht grad angemessen).

    Wahrscheinlich bist du aber schon super drauf eingegangen (würde ich jetzt mal vermuten von den Erklärungen her, die du ihm manchmal gibst und hierherschreibst).

    Und zum Thema alles besser und toller bei anderen: Du hattest mal irgendwann geschrieben, dass ein Verlag es abgelehnt hat, aus deinem Blog ein Buch zu machen, weil es zu desillusionierend ist. Ich hatte mir damals gedacht, dass das totaler Scheiß ist, weil a) dein Blog einfach die Realität widerspiegelt (jedenfalls meine) und es b) sauentlastend ist, weil man merkt, dass man nicht total abartig ist, wenn nicht alles toll und super läuft (gerade bei den Posts aus den ersten Jahren der Zwillinge).

    Anne

    • Ich gestehe, dass ich in diesem Fall um jede Diskussion herumgekommen bin. Ich habe Melek nur gesagt, dass ich zwei Euro echt viel Geld finde für ein Zimmer. Er war es zufrieden und hatte auch keine schlechte Laune, sondern wollte Fenster putzen. 😉 (50 Cent pro Fenster)
      Zum Buch: Ein weiterer Verleger hatte mir gesagt, man solle Neueltern nicht vor den Kopf stoßen. Will ich ja auch gar nicht. Die Realität erledigt das ja früher oder später (und häufig) selbst. Man nennt das Erst-Kind-Schock. Gerade gestern hatte ich ein Gespräch mit Elisabeth, die mir von ihrer Freundin erzählte (Neumutter), die sich bei ihr beschwerte, dass sie so sauer sei, weil niemand ihr vorher gesagt hat, wie anstrengend so ein Baby ist. vielleicht ist das so, vielleicht hat es auch jemand gesagt, und sie hat es in diesem Moment nicht verstanden. So ging es mir teilweise auch. Ich will ja auch nicht alles schwarzreden. Sondern eher sagen: Hey, das könnte so oder so auf dich zukommen, besser man kennt dann schon einige Strategien, die man dann fahren kann. Und: Es ist keine Schande, überfordert zu sein. Eher der Normalzustand.

  2. Ich wünsche mir manchmal, ein bißchen wie Frau H. zu sein. Dann hätte ich wenigstens ein sauberes Auto ;-).
    Klein H. scheint zumindest keinen vernünftigen Umgang mit Geld zu lernen, denn seiner Mutter sitzt das Geld ja wohl arg locker, wenn sie zwei Euro für jedes gesaugte Zimmer zahlt ;-).

  3. Oh man! Und ich dachte, der Wettbewerbswahnsinn unter Müttern weicht mit steigendem Kindesalter der Vernunft und Gelassenheit! Locker bleiben, Frau Andersen!

  4. Dafür ist Frau H. vermutlich in ihrer Ehe todunglücklich, einsam, ohne echte Freunde, ohne familiären Halt. Wahrscheinlich macht sie all das, weil sie ein schlimmes Geltungsbedürfnis hat, aus totaler Unsicherheit und mangelndem Selbstwertgefühl. Wahrscheinlich ist sie eine Zicke, aber wohl eine bemitleidenswerte Zicke. Oder hast du Frau H. schon mal gelöst, lustig und aus vollem Herzen lachen sehen, so richtig losgelöst und glücklich?

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