„Wie die Wirtschaft unsere Kinder verführt.“

Filmtipp. Fazit: Sehenswert. Besonders vor Weihnachten.

Hier geht es zum Film.

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11 Antworten zu “„Wie die Wirtschaft unsere Kinder verführt.“

  1. Hmm .. interessant ja, aber nichts neues. Ich stehe beiden Seiten skeptisch gegenüber.
    Klar zielen die Werbemaßnahmen explizit auf die Kinder und versuchen sie zu beeinflussen. Aber um das zu stoppen ist es zu spät-
    Meines Erachtens liegt die Hauptverantwortung trotzdem bei den Eltern. Den Kindern schon im Kindergartenalter über Werbung aufzuklären und Produkte nicht zu verbieten einfach, sondern zusammen mit den Kindern die Produkte kritisch zu hinterfragen.
    Und darüber aufzuklären was grade Kinderquarks etc. sind. Keine Grundnahrungsmittel sondern Süßigkeiten.
    Und auch die Verbindung von Süßkram/Chips/Süßgetränke und Sport in der Werbung finde ich eigentlich nicht schlimm. Außer es wird wie bei Caprisonne z.b. von „gesundem Fruchtsaft“ gesprochen. Das ist einfach eine pure Werbelüge und gehört meines Erachtens verboten! Wenn man sich mal die %Zahl an Fruchtsaft anschaut bei den Produkten. Da muss einfach von den Eltern das „begleitet“ werden.
    Und auch bei uns gibt es Caprisonne und Co. aber nur ab und zu und in Verbindung mit Sport. Nicht als tägliches Grundnahrungsmittel-Getränk. Und auch nicht bei jeder Sportstunde gibt es die Trinktütchen!
    Verbieten ist quatsch, frei erlauben auch. Rationieren und Aufklären!

    Ich glaube das Hauptproblem sind nicht die Kinder die nögeln weil sie ein Produkt haben wollen, sondern die blauäugigen Eltern. Die blind auf die Werbebotschaften vertrauen und dieses auch so an die Kinder weitergeben.
    Milchschnitte ist ja soo gesund weil aus frischer Milch!
    Caprisonne ist mit gesundem Fruchtsaft!
    Und Nutella ist ja aus Nüssen. Und Nussöle sind ja auch gesund!

    Und die sogenannte „Quengelware“ in den Supermärkten sind zumindest für uns kein Problem. Ich gehe gern mit den Kindern einkaufen und nutze das sogar zur Entspannung wenn die Kids mal einen nervigen Tag haben.
    Da gibts kein gequengel, da gibts kein gemaule. Klar wird mal gefragt, aber ein Nein wird akzeptiert. Und die Kids freuen sich das sie mithelfen können beim Einkauf und miteinscheiden dürfen welche Wurst sie auf das Frühstücksbrot haben wollen oder welcher Fruchtsaft im Wagen landet oder welche Nudelsorte auf den Tisch kommen soll.

    Ich könnt jetzt noch seitenweise über dieses Thema schreiben (Wer könnte das nicht als Mutter/Vater ? )
    Aber ich glaube ich hab meinen Standpunkt verständlich rüber gebracht. Kar sollte man die Firmen kritisieren, aber die Schuld einfach der Werbung in die Schuhe schieben ist auch Quatsch. Mal an die eigene Nase fassen. Die Produkte sind nicht alleine Schuld das die Kinder unsportlich und zu dick sind.
    Auch Playstation und Co. sind nicht die Schuldigen.
    Alles ist in Maßen ok. Dieses Wort wird aber leider von vielen scheinbar mit doppel S geschrieben. Und dann wird schnell jemand gesucht dem man den schwarzen Peter zuschieben kann.

    • Ich fand das Video von dem Pommbär-Menschen bezeichnend: „hoher Abverkaufsdruck“ war da ein Wort, wenn ich mich richtig erinnere. Und warum können Schulen solche Laufwettbewerbe nicht selber organisieren??? Und wieso sind die naturwissenschaftlichen Zweige von Schulen nicht ausreichend ausgestattet? Das eine oder andere finde ich schon unheimlich.

  2. Das mit der weiterführenden Schule die von Energiekonzernen gefördert werden fand ich nicht so tragisch. Finanzielle Mittel für Schulen sind ja echt Mangelware in Deutschland leider ;(
    Das man in grundschulen so „blöde“ Laufwettbewerbe mit versteckter Werbung machen muss finde ich hirnrissig. Abgesehen davon das die Kids durch die Aktion auch nicht zu mehr Sport animiert werden.
    Aber das Pommbärding ist echt daneben. Ohne Kauf von den Chips keine Bonusitems…
    Ich weiß schon warum ich meine Kids keine Onlinespiele spielen lasse. Erst recht nicht von irgendwelchen Firmen die „Lebensmittel“ vertreiben.
    Das einzige Onlinespiel das mein Sohn spielt ist das Ampelini Spiel.
    Kann ich übrigens NUR Empfehlen mal rein zu schauen. Ist echt lehrreich und vor allem Werbefrei das Game!
    http://www.ampelini.de

  3. Das Schlimme ist, dass wir Eltern nicht gegen steuern können. Da müsste man buchstäblich im Wald wohnen und die Kinder nie in die Außenwelt mitnehmen, damit man dem entkommt. Auch in der (papierenen) SZ war letztens ein sehr interessanter Bericht hierüber wie die Wirtschaft in allen Bereichen aggressiv auf Kinder zielt. Eltern machtlos!

    • Ich denke komplett abschirmen ist auch keine Lösung. Denn man kann die Kids ja nicht für immer davon fern halten.
      Dann besser den Weg der Aufklärung und dem Kind den Kontrollierten Umgang mit der Werbung beibringen.

  4. Meine Große hat noch nie Capri Mond bekommen, schaut nichts im TV an und ist in nem echt super Kindergarten der auf Gesundes achtet, viel draußen ist mit den Zwergen, wir sind auch viel draußen, haben keine Werbeblättchen im Briefkasten und doch will sie Capri Mond, „Joghurt“ mit Prinzessinnen usw. Verpackungen – egal ob im Lebensmittelbereich oder wo anders sind einfach 100% auf diese Klientel abgestimmt und fängt das Auge ein. Wieso sollten die Zwerge anders ticken als die Großen? Bei uns kommt nur die Erfahrung (schmeckt nicht, zu süß,…), Geldbeutelinhalt und andere Denkweisen hinzu was uns besten Falls nicht kaufen lässt.

    • Hier dito. Die waren schon Star Wars Fans, bevor sie überhaupt wussten, dass es Star Wars gibt. Einfluss Kindergarten?
      Bei einigen Dingen verstehen sie aber schon recht gut. Bei Jogurt kaufen wir die billigere Variante (ohne bunte Bildchen), und als der große Riesensohn Sammelbilder kaufen wollte, habe ich ihm angeboten, dafür zu staubsaugen. So wichtig waren die Dinger dann aber doch nicht. Ich denke aber, dass wir recht reflektierte Eltern sind, die das auch ganz gut erklären können. Aber das kann halt nicht jeder.
      P.S. Sobald hier irgendwo Werbung auftaucht, sagen meine Kinder: Das ist Werbung, das stimmt nicht, was die erzählen. 😉

      • D schon verdammt gut die Reaktion auf die Werbung!
        Ich habe meinem großen die Werbelügen richtig gezeigt, indem ich Werbung für Spielzeug rausgesucht habe wo die Spielsachen ja soo cool waren und so viel konnten.
        Und im Laden dann mal ausprobiert. Da war er total enttäuscht das die Sachen ja gar nicht so funktionieren wie in der Werbung und auch gar nicht wirklich sprechen konnten.
        So weiß er das die Sachen in der Werbung nicht immer so sind wie sie gezeigt werden.

      • Das ist eine gute Idee!!
        Werbung transportiert Gefühle (wenn ich das habe, dann habe ich ganz viel Spaß!), das Gegenüberstellen der Realität ist ernüchternd – schon vor dem Kauf.

  5. Ja das mit dem Spielzeug ist eine klasse Idee!
    Und die Reaktion auf Werbung ist auch genial. Ich glaub ich muss das auch mal so versuchen.
    Mit dem Joghurt habe ich das mal gemacht und den Mistigen gekauft und den Guten den wir sonst haben. Da fiel Ihr auch auf welcher besser schmeckt. Glück gehabt. Aber es ist ja nicht nur der Joghurt wie Ihr wisst.
    Ich denke wir sind ein paar Eltern die das einigermaßen in den Griff kriegen bzw. haben. Und wir machen uns auch Gedanken. Der Großteil scheint aber anders zu ticken und die Konfrontationen und Diskussionen mit Kind zu scheuen. Wer hat schon gerne ein schreiendes Bündel im Supermarkt dabei -> Kaufen, dann ist das Kind wenigstens ruhig. Wie Du (machermama) schon geschrieben hast. Quengelware. Meine Maus weiß inzwischen, dass sie mich zu gewissen Dingen gar nicht mehr fragen braucht weil sie die Antwort schon kennt.

    Ich denke das größte Problem ist die Werbung, sonst hätten wir Eltern nicht den „Kampf“ wieso weshalb warum. Ändern können wir es aber nicht mit der Werbung, daher müssen wir Eltern damit umgehen lernen und „vermitteln“ und aufklären.

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