Neue Woche, neues Glück

Ferien-Entzug

Die Herbstferien bei der Knaben-Oma sind zu Ende, und wie immer nach langen Autofahrten, sind die Kinder voll auf Entzug.

„Mama!“ rief Max-Frederik heute abend, „Donäls gehen??“

Nein, wir gehen nicht mehr zu MacD0nalds; bei langen Autofahrten sind wir dort jedoch gerne, weil der Klobesuch (meistens) umsonst ist und wir die Kinder hundertmal die Rutsche hochscheuchen können. Weil es beim ersten Halt der Rückfahrt regnete, bin ich mit in das Klettergerüst gekrochen, während ich hoffte, dass selbiges auch für übergewichtige Kinder gebaut ist und daher auch Mütter aushält.

Es hielt, und wir spielten Drachenhöhle. Drachen sind bei uns gerade hoch im Kurs. Kennt ihr Hicks, den Wikingerjungen, der Drachen zähmen kann? Ich liebe diese Filme, die quasi eine moderne Form von Wicki sind, bei dem es ja auch vor allem um Grips geht. Ich war also der Drache und meine Kinder wurden alle zwanzig Sekunden gefangen genommen und gefressenkitzelt. Danach hielten sie weitere zwei Stunden auf der Rückbank aus und wir ließen sie hemmungslos Filme sehen. Nach dem Drachenzähmer kamen A-Hörnchen und B-Hörnchen und dann noch ein MacD0nalds.

„Ich will einen Film!!“ brach Maxe heute abend weinend zusammen. Wie Elisabeth ihn ins Bett gekriegt hat, ist mir ein Rätsel. Melek wollte auch einen Film, aber, hartherzige Mutter, die ich bin, verordnete ich heute allen Kinderaugen einen Buchtag.

Schnapsidee mit Folgen

Morgen beginnt eine neue Ära des Drei-Kind-Mutter-Alltags; bisher hatte ich Glück, und die Mutter eines Schulfreundes hat Melek morgens mitgenommen; dieser will meinen Sohn nun leider nicht mehr dabei haben.

Also habe ich Elisabeth reaktiviert, und sie wird die Zwillinge morgens zum Kindergarten bringen, während ich mich auf den Weg zur Schule mache, mit Söhnchen im Schlepp. Wie gut, dass ich gerade „Schulkinder“ von Remo Largo lese. Dieser menschenfreundliche Autor machte mich darauf aufmerksam, dass der Bewegungsdrang von Kindern zwischen sieben und neun Jahren seinen Höhepunkt erreicht, und da Melek schon immer ein bewegungsfreudiges Kind war, kommt ihm die Bewegung am Morgen hoffentlich zugute. Und mir auch.

Und gähnend schloss Mütterchen den Computer …  Schulkindmütter müssen früh aus den Federn. Um ihre Brut wach zu kriegen.

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