Wer hat auf die Rutsche geko.tzt?

Ist ja eigentlich auch egal. Wenn ich den orange-gelben ausgeko.tzten Vermutlichgläschenbrei nicht gesehen hätte, hätte ich ganz sicher nichts von dem Zwischenfall gemerkt. So erblickte ich den Fleck, die Wasserkinderrutsche und eine Menge kleine Kinder, die so neugierig wie ihre Eltern den Bademeistern beim Reinigen zuschauten.

Wir nutzten die Gelegenheit, mit den Zwillingen und dem großen Riesensohn das große Spaßbecken zu beehren, und ich versuchte mich derweil von dem Gedanken an den Kinderbrei im Kleinkindbecken abzulenken. Ob wohl auch Erwachsene ins Schwimmbecken pieseln? Die Kinder machen das bestimmt, sowohl die ganz kleinen wie die großen, nur die Zwillinge nicht. Die sagen bescheid, wenn die Blase drückt.

Dunkel erinnere ich mich an ein braunes Würstchen im Auffangbecken der Wasserrutsche. Und an die Sabberfäden im Mund des Schwimmers auf der gegenüberliegenden Bahn. Und den Popel im Nasenloch von …

Hiergeblieben, Mara. Was ist mit der Luft, die du atmest? Sind da nicht auch winzigkleine Pupsmoleküle drin? Eben noch im Darm der Dame neben mir, und – hurra – jetzt schon in meiner Nase.

Vor einigen Jahren erzählte mir eine Bekannte von einer Untersuchung von Schuhen, die schon vielfach probiert, aber noch nicht verkauft worden waren. Schei.denp.ilze hat man da gefunden! Ich werde noch zum Türklinkenvermeider und Desinfektionsspraymitmirherumschlepper. Wusstet ihr schon, dass winzige Bakterien an den Wurzeln unserer Wimpern wohnen und sich von abgeschilferten Hautzellen ernähren? Dass der Waldboden im Grunde aus Regenwurmkac.ke besteht? Das Watt aus Wattwurmausscheidungen?

Also, alles ganz natürlich.

Ins Kleinkindbecken bin ich heute aber trotzdem nicht mehr gestiegen.

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8 Antworten zu “Wer hat auf die Rutsche geko.tzt?

  1. Ja! Was könnte man sich als Frühstückslektüre Schöneres wünschen?
    Hast du schon von den Kontaktlinsenwürmern gehört? Auch nicht schlecht. Mahlzeit!

  2. Sehr lecker 🙂 aber als Mama redet man ja auch ganz selbstverständlich über alle Formen, Farben und Gerüche der Ausscheidungen, warum nicht über Kotze 🙂

    Liebe Grüße

  3. …die Türklinken… ich muss mich immer an meine Biolehrerin der hm… 8. Klasse erinnern wenn ich mit meinen Kleinen öffentliche Toiletten betrete und wie ne Platte mit Sprung „Nix anfassen“ vor mich hin bete. Die sagte damals: „Ihr könnt es zwar nicht sehen, aber wenn Ihr das könntet, so würdet Ihr auf den Klobrillen eine 15cm Bakterienschicht sehen. Also selbst wenn Ihr Euch nicht drauf setzt, schwebt Euer Po direkt in der Suppe! Und die Türklinken…“
    Da denke ich manchmal, dass diese uralt Klos im Italienurlaub in den 80ern mit Loch im Boden und Trittflächen daneben gar nicht so schlecht waren, wenn nur die Schuhe danach nicht immer so komisch geklebt hätten…

    • Öffentliche Toiletten sollte man so behandeln wie vieles im Leben: Nicht zu detailliert drüber nachdenken … Ich zum Beispiel schaffe es nicht, im Meer zu schwimmen, weil ich weiß, wer da alles so herumschwimmt.

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