Es fühlt sich an wie eine zweite Emanzipation

Es scheint ein Trend zu sein. Und er fühlt sich an wie eine zweite Emanzipation.

Seit sieben Jahren gibt es eine Homepage,  die na.ck.te Haut zeigt: Echte. Ohne Photoshop. Toll! Brigitte Mom berichtet.

Das Fotoprojekt „Nu“ zeigt Frauen in ihren eigenen vier Wänden, na.ckt oder so wie sie es wollen. Bilder: schön. Hier zum Artikel darüber.

Es ist komisch: Nach der Betrachtung all dieser Bilder habe ich mich plötzlich sehr viel wohler gefühlt. Mein Körper erzählt Geschichten. Die Narben sind Rettungswege für meine Kinder. Die Haut erzählt von den enormen Anstrengungen zweier Schwangerschaften. Die Falten zeugen von meiner Lebenserfahrung. Und meinem Humor.

Passend dazu, hier noch ein Videotipp (auf englisch, aber man versteht den Inhalt auch anhand der Bilder: Ein Profi-Phantomzeichner malt die Gesichter von Menschen nach deren eigener Beschreibung – und nach der Beschreibung eines guten Freundes. Nebeneinandergestellt ist der Effekt verblüffend. Oder auch schön. Unbedingt ansehen!)

Wie geht es euch damit?

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7 Antworten zu “Es fühlt sich an wie eine zweite Emanzipation

  1. Ich finde auch, dass beide Projekte Zeichen einer Zeit sind, in der Frauen wieder lernen, einfach sie selbst sein zu dürfen. Ich selber stehe schon sehr lange positiv zu meinem Körper und würde gerne anderen Frauen ein Stück dieses wunderbaren Selbstwertgefühls abgeben. Ich lese auch sehr gerne Blogs, die positive Selbstwahrnehmung von Frauen zum Thema haben – die werden immer mehr – zum Glück!

  2. Das Video kannte ich schon, es gibt auch eines mit Männern, da läuft der Effekt anders rum. Das deutet darauf hin, dass sowohl bei Männern und Frauen Selbst- und Fremdwahrnehmung auseinander liegen, wobei sich Frauen selbst unschöner, wohingegen sich Männer selbst schöner sehen als sie sind. Das scheint mir zumindest ein Stück weit plausibel. Insofern kann ich auch die befreiende Wirkung des „Nu-Projektes“ nachvollziehen.

    Was den Trend angeht bin ich aber sehr skeptisch. Wenn es einen Trend gibt, dann ist es ein Trend in der Fotografie auffälliges zu zeigen. Mit hübschen Models kann ein Fotograf heute kaum noch punkten. Damit will ich nicht die Motivation von Katy Kessler und Matt Blum in Zweifel ziehen, es gibt aber viele Fotografen, die auf der Welle „wir zeigen nicht mehr das Schöne“ reiten.

    Noch zwei ganz persönliche Nachsätze meines Unbehagens … schon wieder ein Projekt bei dem sich Frauen nackt vor der Kamera eines Mannes zeigen, geht das nicht anders? Bei manchen Kommentaren unter dem Artikel kommt mir das kalte Grausen.

  3. Aebby schließe ich mich grundsätzlich an! Das wäre die Kurzform.
    Solche Projekte werden leider auch von “ den falschen Frauen“ genutzt.
    Schönheit ist halt immer subjektiv und muss nicht anderen „aufgezwungen“ werden….da bin ich lieber HASIG!

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