Endlich Montag!

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Der Kindergarten hat wieder auf! Vater und Mutter können gemeinschaftlich ihre Erschöpfungsdepression auskurieren und am frühen Nachmittag mit den Zwillingen zur U Irgendwas fahren. Wo habe ich bloß die U-Heftchen gelassen? Und was wird der Sprachtest ergeben?

Es ist mir immer noch ein Rätsel, weshalb Maxe, der schlechter sprechen kann, beim zweiten Delfin 4 Sprachtest bestehen konnte und Sohni nicht. Ich rätsel auch immer noch daran herum, weshalb trotzdem auf beiden Formularen eine Empfehlung zur logopädischen Untersuchung steht.

 Dicke Kinder sprechen besser.

Am Wochenende, ich gebe es zu, habe ich beiden Zwillingen Sm.arties verschrieben. Pro richtigem Satz gab es einen. Ich hatte vorher gelesen, dass 17 Smarties 94 Kalorien haben; ein vertretbares Risiko, wie ich finde. Will ich nicht, dass die beiden zur Logopädie gehen? Doch! Dürfen sie! Gleich bei der U werde ich das Thema ansprechen. Doch hatte mich die Erinnerung an Meleks steile Startrampe zum Redekönig angeflogen. Der Robin-Papa hatte – meiner Pädagogik zum Trotz – Klein-Melek mit Kuchen gefüttert: Pro gesprochenem Wort gab es ein Stückchen Kuchen. Während ich verzweifelt die Haare überm Kopf zusammenraufte, begann das Kind zu reden.

Bei der Sauberkeitserziehung hatte die Pippi-Kacka-Dose entscheidend mitgewirkt – die Zwillinge fragen immer noch nach „Mummi“, wenn sie einen See vollbracht haben. Warum also nicht eine Viele-bunte-Sm.arties-Dose? Als Startrampe sozusagen.

Jedenfalls redet Sohni nun in ganzen Sätzen. Wenn er aufgeregt ist, verliert er schon mal die Fassung:  „Melek sagt, ich nicht xy darf!“ aber er bemüht sich um Verben, Artikel und sogar Vergangenheitsformen:

„Oben is eine Pinne!“

„Das weiß ich nicht!“

„Mama, mein Bett is nass!“

„Das ist ganz hart!“

„Fahr endlich! Du Blödmann!“

„Ich habe gegesset!“

während im Kindergarten die „Dempel kommen!“-(Frau Stempel soll kommen!)Sätze überwiegen.

Vielleicht geht mein Kind dort einfach unter. In den letzten Tagen war der Puller-Wäsche-Haufen auf neuem Höchststand: Drei Tüten! Am Samstag lief es auch flüssig, am Sonntag  trocken. Pippihosen als Antwort auf Stress?

Ich gestehe, ein wenig Sorgen macht mir das schon.

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11 Antworten zu “Endlich Montag!

    • Nicht unbedingt. Es ist eher tageweise. Bei Melek hatten die Pippi-Wochen eigentlich immer einen Grund. Was könnte das bloß bei Sohni sein? Der Erzieher sagt, er wirke in den letzten Wochen etwas müde und traurig. ??? Am Freitag sind wir wieder beim Kinderarzt.

      • Vielleicht braucht er wirklich ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, aber die bekommt er ja jetzt, zumindest von der Mama. Ich denke das wird so eine Phase sein, vielleicht ein Entwicklungsschub.
        Man macht sich da dann immer so seine Gedanken…

  1. Wir sind in der Kindergartenzeit umgezogen. im einen Ort gingen fast alle Kinder zur Logopädie, im nächsten zur Krankenkasse. – Verschiedene Ansätze der Kinderärzte oder einfach Angebot und Nachfrage?

    • Krankengymnastik meinst du, oder?
      Ich bin sehr kritisch bei diesen Verschreibungen. Der Frau Stempel habe ich gesagt, dass Sohni zuhause besser spricht und ihr einige seiner Sätze berichtet. Im Kindergarten hat er wohl nur ein einziges Mal richtig viel und begeistert geredet, sonst beschränkt sich die Wortwahl auf Zwei-Wort-Sätze: Stempel kommen.
      ??? Ich bin etwas ratlos und werde am Freitag den Kinderarzt fragen. Nach einem anderen – kleinerem – Kindergarten habe ich mich schon umgesehen. Ich bin etwas zerrissen in diesen Fragen.

  2. Kindergartenwechsel heißt, dass beide wechseln oder Sohni? Was sagt er denn zum Kindergarten, wenn du ihn fragst? Geht er gerne hin? Vielleicht geben die Erzieherinnen zu viel Hilfestellung, so dass er dort „einfachere“ Sätze bildet. Zuhause strengt er sich dann evtl mehr an, weil er weiß, dass du dich darüber freust.

    • Wenn dann beide, sonst wird das zu teuer. Beide gehen gerne hin, das ist es, was gegen einen Wechsel spricht. Mein Gedanke war, dass er in einem übersichtlicheren Kindergarten besser aufgehoben wäre. Unser Kindergarten hat eine offene Gruppenstruktur und da ist ganz schön viel los. Der große Sohn hat bis jetzt nicht viel geredet im Kindergarten. Er redet nur (viel), wenn er mit einer Erzieherin alleine ist. Heute beim Sprachtest haben übrigens beide gut mitgemacht. Was ist das? Eine Tasse. Ein Hund. Eine Sonne. Er hat geantwortet, wenn er gefragt wurde, hat herumgezappelt, mehrmals jippieyeah gesagt und nach Eis gefragt. 😉
      Ick weiß auch nicht. Morgen telefoniere ich mit der kindergarteneigenen Logopädin.

  3. Nach einem langen Tag für mich, fällt es mir gerade schwer meine Gedanken klar zu formulieren. ;o) Ich habe mir im letzten 3/4 Jahr sehr viele Gedanken und Sorgen über das Thema Schule gemacht. Jetzt habe ich innerlich losgelassen und vertraue darauf, dass mein Sohn das auf seine Art meistert. Denn er ist glücklich und zufrieden, aber eben nicht auf die Art, die ich mir vorgestellt habe.
    Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende! (frei nach John Lennon) ;o)

  4. Ich wünsche jedenfalls viel Erfolg, wie auch immer die Entscheidung aussieht.

    Woher hat er bloß “Fahr endlich! Du Blödmann!”?

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